Verkäuferin bringt “Bares für Rares”-Expertin mit Wunschpreis zum Schmunzeln: “Immer wieder erstaunlich”
Der Wunschpreis lag bei 750 Euro. Und die Expertin konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: „Immer wieder erstaunlich, solche Wünsche.“ Denn allein der Goldwert betrug schon 640 Euro.
„Dann können wir den Stein ja verschenken“, scherzte Lichter mit. Insgesamt war der Schmuck 3.800 bis 4.000 Euro wert. „Wow, das ist ja verrückt“, staunte Andrea.
„Ich bin immer noch total geflasht und habe den Schock noch nicht verarbeitet“, erklärte die Verkäuferin nach der unerwarteten Expertise.
Doch als sie den Händlerraum betrat, ging ihre Bescheidenheit weiter, als sie ihre „Klitzekleinigkeit“ auf das Pult vor Wolfgang Pauritsch legte. „Die Kleinigkeiten sind uns oft am liebsten“, lächelte er.
„Klitzekleinigkeit“ bringt über 3.000 Euro ein
Doch als der Händler die Schmuckschachtel geöffnet hatte, staunte auch er nicht schlecht. Pauritsch schätzte den opulenten Stein auf „mindestens 30 Karat“.
Der Verkäufer korrigierte ihn: „Sogar 39 Karat.“ Auch seine Sitznachbarn versuchten einen Blick auf das Schmuckstück zu erhaschen, doch Pauritsch startete die Bieterrunde mit 1.000 Euro.

Die Gebote stiegen weiter und als Elisabeth Nüdling die 2.000-Euro-Marke überschritt, hakte David Suppes nach: Denn er konnte den Aquamarin nicht einschätzen. Als die Verkäuferin schließlich die Expertise nannte, war ihr die Begeisterung deutlich anzumerken und sie gab offen zu, den tatsächlichen Wert zuvor nicht gekannt zu haben.
Suppes erhöhte daraufhin auf 3.000 Euro, schränkte jedoch ein: „Aber dann bröckelt meine Leidenschaft.“ Mehr wollte er wohl nicht zahlen.
Dafür aber Händlerin Nüdling, die nach einem kurzen Duell mit Pauritsch den „tollen Schmuck“ schließlich für 3.300 Euro erwarb. Die Verkäuferin zeigte sich überglücklich: „Ich freue mich wirklich sehr.“
„Bares für Rares“: Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weitere Objekte der Sendung wurden Figuren der Commedia dell’arte im Entwurf von Johann Joachim Kaendler in den 1770er-Jahren datiert.
Laut Friederike Werner hat der Künstler für Meißen gearbeitet. Dort wurde die Gruppe von 1979 bis 2012 produziert. Gewünscht wurden 6.000 Euro, geschätzt 3.000 Euro und an Daniel Meyer für 3.000 Euro verkauft.
Das Feuerzeug „alpha“ der Marke Rowenta stammte von 1974 und zeigte eine gravierte Unterschrift von Helmut Schmidt mit Bundesadler. Der Wunschpreis lag bei 80 Euro. Detlev Kümmel schätzte zwischen 50 und 80 Euro. Daniel Meyer zahlte sogar 200 Euro.
Ein versilberter Granatapfel aus Bronze von Amine Elbacha, einem Maler und Bildhauer aus Beirut, Libanon, stammte laut Expertin Werner aus den 1970er-Jahren.
Für das limitierte Objekt (993/1999) samt Originalverpackung und Zertifikat wünschte sich der Verkäufer 600 Euro. Geschätzt wurden 500 Euro und von Benjamin Leo Leo 420 Euro gezahlt.
53 Plaketten – emailliert, aus Kupfer und Messing – hatte der Verkäufer von 1965 bis 1981 auf seinen Rallyes gesammelt. Er wünschte sich nur 50 Euro – „Hauptsache, sie kommen in gute Hände“.
Detlev Kümmel schätzte aber 600 bis 800 Euro. Am Ende zahlte David Suppes 600 Euro – „mit großem Respekt vor dem Lebenswerk“. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)




