„Bauer sucht Frau“-Kandidat hat nach der Show mit Kritik zu kämpfen: „Hat mich schon getroffen“

Rund drei Millionen Menschen dürften die aktuelle Staffel von „Bauer sucht Frau“ gesehen haben, die im Dezember 2025 ausgestrahlt wurde. Mit dabei war auch ein Mann aus der Region.
Frank Dallmann aus Stafflangen hatte sich in Gnadenhofbetreiberin Simone verguckt und wurde tatsächlich von ihr ausgewählt.
Eine kleine Romanze begann, es flossen sogar Tränen beim Abschied und viele Zuschauer hofften auf ein Happy End. Was nach den Dreharbeiten geschah? Frank Dallmann packt aus.
Ich hatte schon vor, Simone wieder zu besuchen, aber ich wollte nicht nochmals im Wohnwagen oder im Hotel schlafen müssen.
Frank Dallmann
„Bauer sucht Frau“ ist eines der erfolgreichsten deutschen Reality-TV-Formate, das seit 2005 bei RTL läuft und regelmäßig ein Millionenpublikum erreicht.
Kein Wunder also, dass auch Frank Dallmann aus Stafflangen die Vorstellungsrunde der Kandidatinnen und Kandidaten verfolgte. Als er Bäuerin Simone aus dem Saarland in einem der Videos sah, war es um ihn geschehen – er hatte sich ein bisschen in sie verguckt.
„Ich habe sie gesehen und fand sie einfach toll“, erinnert sich der 59-Jährige. Spontan fasste er einen Entschluss: Er bewarb sich bei der Sendung – und ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass daraus eine kurze, aber emotionale TV-Romanze entstehen würde.
Dass er am Ende tatsächlich einen Anruf von RTL bekam und Teil der Show werden sollte, hätte er nie gedacht. „Ich hatte auch offen gesagt ein bisschen Angst davor, was mich dort erwartet.“ Aber dann dachte er sich:
„Was habe ich zu verlieren, ich tu’s einfach.“ Und bereut hat er es bis heute nicht: „Es war eine tolle Erfahrung, das Team und die Kameraleute waren richtig nett, alles war sehr familiär und es hat großen Spaß gemacht.“
Tränenreicher Abschied im TV
Im Juli 2025 fand schließlich das legendäre Scheunenfest statt, bei dem Frank „seine“ Simone endlich persönlich kennenlernen durfte.
„Es war ganz toll, ich habe sie gesehen und wusste, sie ist eine tolle Frau, die ich unbedingt näher kennenlernen möchte.“ Und kurze Zeit später verbrachte der Stafflanger eine Woche bei Simone auf ihrem Gnadenhof im Saarland.
Schlafen musste er allerdings im Wohnwagen vor ihrem Haus, aber das tat dem gut gelaunten Schwaben vorerst keinen Abbruch.
„Ich war zwar schon enttäuscht, dass sie mich nicht ins Haus gelassen hat, aber wir hatten trotzdem eine schöne Zeit“, erinnert sich Frank Dallmann.
„Und ehrlich gesagt, haben sich da schon Gefühle bei mir entwickelt.“ Und so kam es am Ende zu einem tränenreichen Abschied an der Bushaltestelle mit dem Versprechen, sich bald wiederzusehen.
450 Kilometer und ein Haufen Arbeit
Als Frank Dallmann dann wieder zu Hause war, holte ihn sein Alltag ein. Der 59-Jährige ist sehr aktiv in seiner Heimat und engagiert sich in fünf Vereinen. Er ist Schiedsrichter, Vorsitzender des Wandervereins Stafflangen, Mitglied bei den Fußballvereinen Borussia Mönchengladbach und Heidenheim und außerdem bei der Bürgerwehr Mittelbiberach aktiv. „Ich hatte schon vor, Simone wieder zu besuchen, aber ich wollte nicht nochmals im Wohnwagen oder im Hotel schlafen müssen“, sagt Frank Dallmann. Und so endete seine kurze Romanze mit Gnadenhofbetreiberin Simone.
Denn so eine Fernbeziehung, bei der es rund 450 Kilometer zu überwinden gilt, ist vielleicht doch nicht das Richtige für den Oberschwaben, der in Stafflangen zu Hause ist und auch dort bleiben möchte. „Hier ist einfach meine Heimat, hier bin ich glücklich, ich habe meine Freunde und meine Vereine.“ Zusätzlich sei die Arbeit auf einem Gnadenhof auch nicht zu unterschätzen: „Das ist ganz schön anstrengend, was man auf dem Hof alles machen muss. Ich habe da richtig geschuftet.“
„Scheiß-Erklärung“: Inka Bausa war sauer
Zum Ende der Staffel, wenn es traditionell zum großen Wiedersehen zwischen allen kommt, schnitt Frank Dallmann allerdings nicht so gut ab. Als Moderatorin Inka Bause ihn fragte, warum es denn zwischen Simone und ihm nicht funktioniert hätte, schob er das Ganze auf sein reges Vereinsleben, ohne zu ahnen, dass das vielleicht nicht so gut ankommen könnte. Inka Bause nannte das eine „Scheiß-Erklärung“ und es hagelte anschließend auch Kritik im Internet.
„Da waren ganz schön blöde Kommentare dabei, warum ich Simone so hängenlassen würde, das hat mich schon getroffen“, sagt Frank Dallmann ehrlich. Rückblickend glaubt er, wäre es vermutlich treffender gewesen, offen zu sagen, dass er die rund 450 Kilometer Entfernung scheute – vor allem, um dann im Wohnwagen oder im Hotel untergebracht zu sein.
Frank hat Promiluft geschnuppert
Dennoch blickt Frank Dallmann positiv auf seinen großen TV-Moment zurück – und würde jederzeit wieder an einer Show teilnehmen. „Das Dschungelcamp würde mir gefallen“, scherzt der Stafflanger. Auch in der Region ist er inzwischen kein Unbekannter mehr: Auf der Straße wird er häufig angesprochen, und in seiner Stammkneipe, dem Löwen in Stafflangen, hatte er schon die größte Gaudi mit einigen Fans, die extra dorthin gekommen sind.
„Ich bin ein gut gelaunter, fröhlicher Mensch, den man nicht so schnell aus der Fassung bringt“, sagt Frank Dallmann. Auf der Suche nach der großen Liebe ist der 59-Jährige weiterhin – und wer weiß: Vielleicht klappt es ja irgendwann auch noch mit dem Dschungelcamp. An das Rampenlicht hat sich Frank Dallmann jedenfalls schon mal gewöhnt. Und: Ganz aus den Augen verloren haben sich Frank und Simone bislang nicht.




