Bares für Rares

Damit hat niemand gerechnet. Nicht hier. Nicht heute. Als Wendela Horz ihre Worte wählt, wird es still im Raum. Zu still. Dann der Schock: Der Wert der unscheinbaren Uhr sprengt jede Vorstellung. Simone und Ernst stehen wie erstarrt. Was sie hören, verändert alles. Jahrzehnte voller Erinnerungen – und plötzlich geht es um Tausende Euro. Ungläubigkeit. Emotion. Ausnahmezustand. Selbst Horst Lichter ringt kurz um Worte. Ein Augenblick, der alles kippt.

Köln – Tränen bei “Bares für Rares“: Die Expertise von Wendela Horz (56) haut Simone und Ernst völlig aus den Socken. Diesen Preis hat das Ehepaar nicht kommen sehen!

Simone und Ernst können nicht glauben, wie viel ihre mitgebrachte Armbanduhr wert ist.
Simone und Ernst können nicht glauben, wie viel ihre mitgebrachte Armbanduhr wert ist.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Die Verkäufer aus Düsseldorf haben eine alte Damenuhr mit in das Pulheimer Walzwerk gebracht, die schon fast 50 Jahre im Familienbesitz ist. Wie Ernst gegenüber ZDF-Moderator Horst Lichter (64) verrät, habe sie einst seiner ersten Ehefrau gehört.

Horz erkennt sofort die Marke “Chopard”. Hinter dem Namen steckt eine bekannte Manufaktur für Luxusuhren aus der Schweiz. Die Herstellung datiert die Sachverständige um das Jahr 1960. Als Material wurde massives 750er-Gold verwendet.

Der Zeitmesser funktioniert per Handaufzug. Das Armband aus runden Ösen ist mit einem eingefrästen Borkenmuster versehen. Dieses sei zu der Zeit “sehr beliebt” gewesen. Den Zustand bewertet die Sachverständige als “einwandfrei” und “super stabil”.

Ihren Wunschpreis geben Simone und Ernst mit 2500 bis 3000 Euro an. Doch wie sie von Horz erfahren, liegt allein der Goldwert schon bei 4000 Euro. Insgesamt schätzt die 56-Jährige das Objekt auf 4400 Euro, denn: “Träumen muss man groß!”

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Das Verkäufer-Paar kann sein Glück kaum fassen. “Wahnsinn”, platzt es zunächst aus Ernst heraus. Dann muss er sich ein paar Freudentränen aus dem Auge wischen. Lichter jubelt gleich mit: “Das freut mich unglaublich für euch beide.”

Der edle "Chopard"-Zeitmesser aus den 1960er-Jahren wurde aus massiven 750er-Gold gefertigt.
Der edle “Chopard”-Zeitmesser aus den 1960er-Jahren wurde aus massiven 750er-Gold gefertigt.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

“Bares für Rares”-Händler überbieten reinen Goldpreis

Händler Julian Schmitz-Avila (39) ist neuer Besitzer der Luxusuhr. Er zahlt 4150 Euro an das Verkäufer-Paar.
Händler Julian Schmitz-Avila (39) ist neuer Besitzer der Luxusuhr. Er zahlt 4150 Euro an das Verkäufer-Paar.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Im Händlerraum ist das Interesse von Julian Schmitz-Avila schnell geweckt. Sofort packt der 39-Jährige die Uhr auf die Waage, um den Materialwert zu prüfen: 53,8 Gramm. Aus dieser Erkenntnis heraus entspringt sein Startgebot: 3600 Euro.

Allerding gibt er zu Bedenken, dass diese Art von Zeitmessern aus der Zeit um 1960 keine Seltenheit auf dem Markt sind. Elke Velten-Tönnies (73) und Liza Kielon (32) bieten dennoch munter mit. Erst bei 4000 Euro gerät die Auktion ins Stocken.

Der Goldpreis ist damit aber schon einmal erreicht. “4100 Euro kann man noch machen”, findet Velten-Tönnies, nachdem Schmitz-Avila zuvor auf 4050 Euro erhöht hatte. Mit einer Steigerung um weitere 50 Euro geht der Zuschlag schließlich auch an ihn.

Simone und Ernst halten 4150 für “einen ganz tollen Preis”. Im Abschiedsinterview gestehen sie außerdem freudestrahlend: “So viel haben wir nie erwartet.” Schmitz-Avila überlegt derweil, einen Farbstein in das Armband einsetzen zu lassen, um den Wert noch ein bisschen anzuheben.

“Bares für Rares” läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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