Bares für Rares

Stille im Studio – dann der Abbruch. Bares für Rares steht plötzlich still, als Karsten Beischall die Reißleine zieht. Niemand rechnet damit. Horst Lichter blickt fassungslos, die Händler irritiert. Es geht nicht nur um ein Gemälde – es geht um Prinzipien, um Druck, um eine Entscheidung mit Konsequenzen. Sekunden fühlen sich wie Minuten an. Wird der Deal platzen? Wird alles eskalieren? Doch dann nimmt das Drama eine unerwartete Wendung. Auf dem Heimweg geschieht das Unfassbare – und plötzlich steht alles auf dem Spiel.

Köln – Karsten Beischall hat bei “Bares für Rares” für einen denkwürdigen Moment gesorgt. Erst bricht der Verkäufer seinen Auftritt in der ZDF-Show ab, dann wird er sein Objekt doch noch los – auf dem Heimweg.

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter (64, l.) und sein Studio-Gast Karsten Beischall (55, M.) verstehen sich auf Anhieb blendend.
“Bares für Rares”-Moderator Horst Lichter (64, l.) und sein Studio-Gast Karsten Beischall (55, M.) verstehen sich auf Anhieb blendend.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Der Studio-Gast aus Vorpommern und Horst Lichter (64) brauchen nicht lange, um miteinander warmzuwerden. Aufgrund der gewählten Ausdrucksweise seines Gegenübers erkundigt sich der Moderator sofort nach dessen Beruf.

“Ich bin Gerichtsvollzieher”, entgegnet der 55-Jährige, der sich kurz darauf auch noch als großer James-Bond-Fan outet. Sein liebster 007-Darsteller: Roger Moore (†89). Mitgebracht hat Beischall jedoch ein Gemälde, welches seine Ehefrau von ihrer Großtante geerbt hat.

Eine Signatur verrät Expertin Friederike Werner (64), dass das Bild von Theodor Rudolf Rocholl (1854–1933) gemalt wurde – und zwar im Jahr 1923. Dank seiner vielfältigen Farbigkeit wirke das Werk “sehr frisch”. Dargestellt ist ein “Fachwerkdörfchen”.

Den Zustand des “schönen, impressionistischen Gemäldes” bewertet die Kunsthistorikerin als “sehr gut”. Auf die Frage nach dem Wunschpreis hat Beischall dann eine spannende Antwort parat, die sich von allen anderen Verkäufern abhebt.

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Ab einer Schätzung von 3000 Euro möchte der Worgaster sein Objekt verkaufen. Sollte der Preis darunter liegen, möchte er das Gemälde dem Museum Hofgeismar vermachen, das bereits mehrere Rocholl-Werke besitzt.

“Bares für Rares”-Gast verweigert Gang in den Händlerraum

Das impressionistische Gemälde von Theodor Rudolf Rocholl (1854–1933) entstand 1923 und zeigt ein idyllisches "Fachwerkdörfchen".
Das impressionistische Gemälde von Theodor Rudolf Rocholl (1854–1933) entstand 1923 und zeigt ein idyllisches “Fachwerkdörfchen”.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Der Hintergrund: Im Sommer 2025 hatte Beischall das Bild im Rahmen der Ausstellung “Landlust” schon einmal an dasselbe Institut verliehen. Das Gemälde bildete sogar das Motiv für das damalige Schauplakat.

Bleibt also nur noch die Frage zu klären: Was ist das gute Stück wert? Werner doziert, dass Rocholl-Malereien mit einem militärischen Thema mitunter fünfstellige Erlöse erzielen würden. Für Landschaftsbilder falle der Preis “bescheidener” aus: 600 bis 800 Euro.

“Dann freue ich mich, dass das Bild im Museum einen schönen Platz finden wird”, erklärt Beischall gelassen. Zu den Händlern will er nicht.

Stattdessen nutzte er die anschließende Heimfahrt, um sein Versprechen auch gleich einzulösen. Er gab das Gemälde als Schenkung im Museum in Hofgeismar ab.

“Bares für Rares” läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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